Nebenklage und Opfervertretung

Betroffene von Straftaten, insbesondere bei Missbrauchs- und Sexualstraftaten sowie Gewaltdelikten stehen nicht allein! So wie der Angeklagte einen Anspruch auf einen Pflichtverteidiger hat, besteht für Betroffene der oben genannten Delikte häufig die Möglichkeit, dass Ihnen ein so genannter „Opferanwalt“ beigeordnet wird. Die Staatskasse trägt dann die Kosten.

Dies gilt nicht nur für das gerichtliche Strafverfahren, sondern auch häufig für das vorgeschaltete Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft.

Wir beantragen in diesem Fall in der Regel, als Nebenklagevertreter beigeordnet zu werden. Dies stellt sicher, dass in dem Verfahren eine volle Vertretung erfolgen kann und wir jederzeit genauso auf der Höhe des Verfahrens sind, wie dies auch beim Verteidiger der Fall ist.

Opfer von Straftaten haben dadurch die Möglichkeit, sich jederzeit über den Verfahrensstand zu informieren. Als Opferanwalt haben wir die Möglichkeit, volle Akteneinsicht zu erhalten und im Verfahren im Rahmen einer Nebenklage auch Anträge zu stellen wie z. B. Beweisanträge, Befangenheitsanträge oder Ähnliches.

Es geht immer darum, das Verfahren möglichst betroffenenschonend abzuwickeln. Es besteht weiter häufig die Möglichkeit, Schmerzensgeldansprüche bereits im Strafverfahren geltend zu machen.

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